Rommé Joker Regeln: auslegen, austauschen und abwerfen

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Die wichtigsten Rommé Joker Regeln in Kurzform: Der Joker ersetzt jede beliebige Karte in einem Satz oder einer Folge. Liegt er auf dem Tisch, darf ihn in den meisten Runden austauschen, wer die echte Karte dafür hat und selbst schon ausgelegt hat. Bleibt er bis zum Schluss auf der Hand, kostet er die meisten Minuspunkte, meist 20. Alles, was darüber hinausgeht, ist Hausregel, und gerade beim Joker gibt es davon reichlich.

Was der Joker beim Rommé darf

Mit zwei Blättern und sechs Jokern liegen 110 Karten im Spiel. Der Joker ist in jeder davon die Karte, die gerade fehlt.

  • In einer Folge: 7♦ Joker 9♦: Der Joker ist die 8♦.
  • In einem Satz: B♠ B♥ Joker: Der Joker ist ein Bube in Kreuz oder Karo.
  • Am Rand: Joker 4♣ 5♣: Der Joker ist die 3♣, und an das andere Ende passt weiterhin die 6♣.

Ein Satz aus vier Buben mit Joker (B♠ B♥ B♦ Joker) geht nur, wenn noch eine Farbe fehlt. Bei B♠ B♥ B♦ B♣ ist der Satz voll, ein Joker kann nicht als fünfter Bube dazu.

Wie viele Joker in eine Kombination?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Verbreitet sind diese Varianten:

  • Beliebig viele Joker, solange mindestens eine echte Karte dabei ist.
  • Höchstens ein Joker pro Kombination.
  • Nie zwei Joker direkt nebeneinander in einer Folge.
  • Mindestens so viele echte Karten wie Joker.

Die letzte Regel finde ich am vernünftigsten, und so machen wir es auch in Café Rummy. 5♥ Joker 7♥ ist erlaubt, 5♥ 6♥ Joker Joker ebenfalls, wenn das Ergebnis eine gültige Folge ist. 5♥ Joker Joker dagegen nicht, weil nur eine echte Karte drinsteckt.

Joker austauschen

Das Austauschen ist der spannendste Teil der Joker-Regeln. Liegt ein Joker offen auf dem Tisch und du hast die Karte, die er vertritt, legst du sie an seine Stelle und nimmst den Joker an dich.

Tausch in einer Folge

Auf dem Tisch liegt 9♠ Joker B♠ D♠. Der Joker spielt eindeutig die 10♠. Nur genau diese Karte kann ihn freikaufen. Eine 10♥ hilft nicht.

Tausch in einem Satz

Bei K♥ K♣ Joker ist es weniger eindeutig. Der Joker kann K♠ oder K♦ sein. Die meisten Runden lassen beide fehlenden Könige zum Tausch zu. Bei einem Satz aus drei Karten plus Joker (K♥ K♣ K♠ Joker) bleibt nur noch der K♦.

Manche Familien gehen strenger vor: Ein Joker im Satz darf erst getauscht werden, wenn beide fehlenden Karten gleichzeitig dazukommen. Das ist selten, aber es gibt es.

Die üblichen Bedingungen

Je nach Runde gelten beim Tausch eine oder mehrere dieser Einschränkungen:

  1. Nur nach dem eigenen ersten Auslegen. Das ist die häufigste Regel. Wer noch nichts auf dem Tisch hat, darf auch nicht an fremde Kombinationen.
  2. Nur mit einer Karte aus der eigenen Hand. Selbstverständlich, sollte man meinen, aber manche Spieler versuchen, Karten auf dem Tisch umzuschieben. Das ist fast nirgends erlaubt.
  3. Der Joker muss sofort wieder raus. Viele Runden verlangen, dass der getauschte Joker noch im selben Zug in einer neuen oder bestehenden Kombination ausgelegt wird. Er darf also nicht in der Hand verschwinden.
  4. Nur ein Tausch pro Zug. Seltener, aber verbreitet in Runden, die das Spiel ruhiger halten wollen.

So läuft es in Café Rummy

In Café Rummy darfst du nach deinem ersten Auslegen jeden Joker auf dem Tisch tauschen, auch bei Mitspielern. In einer Folge brauchst du dafür genau die Karte mit Rang und Farbe, die der Joker darstellt. In einem Satz eine Karte gleichen Rangs in einer fehlenden Farbe. Den Joker musst du dann noch im selben Zug wieder in einer Kombination unterbringen, neu oder angelegt. Mitnehmen in den nächsten Zug geht nicht, und als letzte Karte zum Gewinnen abwerfen auch nicht. Läuft die Zeit ab, bevor er wieder liegt, wird der Tausch rückgängig gemacht. Die Details mit Bildern stehen auf der Spielregeln-Seite.

Ein Tauschbeispiel Schritt für Schritt

Auf dem Tisch liegt bei deinem Gegner 4♣ Joker 6♣. Du hast schon ausgelegt, und auf deiner Hand sind 5♣ 8♥ 8♠ D♦.

  1. Du legst die 5♣ in die Folge und nimmst den Joker.
  2. Jetzt hast du 8♥ 8♠ Joker und legst sie als Satz aus.
  3. Übrig bleibt D♦, und die wirfst du ab.

Ein Zug, drei Karten weg, und der Gegner hat seinen Joker verloren. Solche Momente machen den Reiz aus.

Wann man den Joker lieber nicht tauscht

Nicht jeder Tausch lohnt sich. Wenn du den Joker zwar holen kannst, ihn aber nur in eine Kombination legen könntest, die du ohnehin schon hast, verschenkst du eine Karte aus deiner Hand und gewinnst nichts. Außerdem gibt jeder Tausch der Gegenseite eine Information: Sie sieht, welche Karte du hattest.

Andersherum gilt: Wer selbst einen Joker auslegt, macht ihn tauschbar. Erfahrene Spieler legen ihren Joker deshalb gern an Stellen, wo die echte Karte schon zweimal gefallen ist. Liegen beide 8♦ im Ablagestapel, kann niemand den Joker in 7♦ Joker 9♦ mehr holen. Mehr solche Kniffe stehen in den Rommé Tipps.

Den Joker abwerfen

Traditionell darf man einen Joker jederzeit abwerfen. Klug ist es fast nie, denn der nächste Spieler darf ihn vom Ablagestapel nehmen. Manche Runden erlauben deshalb nicht, einen abgeworfenen Joker aufzunehmen, andere verbieten das Abwerfen ganz.

Die eine Ausnahme, die überall Sinn ergibt: Ist der Joker deine letzte Karte, wirfst du ihn ab und bist fertig. In Café Rummy ist das die einzige Gelegenheit, einen Joker abzuwerfen, und selbst dann nur, wenn es nicht der Joker ist, den du gerade vom Tisch getauscht hast.

Was der Joker beim Punktezählen kostet

Bleibt ein Joker am Ende der Runde auf der Hand, wird es teuer:

Runde Joker auf der Hand
Häufigste Hausregel 20 Punkte
Strengere Runden 25 oder 50 Punkte
Café Rummy 25 Punkte

Zum Vergleich: Ein Ass kostet 11, eine Bildkarte 10. Ein Joker, der zu lange auf der Hand wartet, ist also das größte Risiko, wenn ein Gegner plötzlich fertig wird. Beim Auslegen dagegen zählt der Joker so viel wie die Karte, die er ersetzt. D♠ Joker K♠ bringt 30 Punkte für das erste Auslegen, weil der Joker als Bube zählt. Wie die ganze Abrechnung funktioniert, steht unter Rommé Punkte zählen.

Zu lange festhalten oder früh loswerden?

Mit Joker auf der Hand fühlt man sich sicher. Das ist eine Falle. Je länger die Runde dauert, desto teurer wird er, falls jemand anderes zuerst ausmacht. Meine Faustregel: Wenn ein Gegner nur noch zwei, drei Karten hat, gehört der Joker auf den Tisch, auch wenn die Kombination dadurch nicht schön ist.

Wer dagegen Hand-Rommé anpeilt und alle Karten auf einmal auslegen will, braucht Joker wie nichts anderes. Dann hält man sie fest und nimmt das Risiko bewusst in Kauf. Die ganze Spielregel im Überblick findest du in den Rommé Regeln.

Häufige Fragen

Wie viele Joker gibt es beim Rommé?

Mit zwei Blättern spielt man meistens mit sechs Jokern, also 110 Karten. Manche Runden nehmen nur die vier Joker, die in zwei normalen Päckchen liegen.

Darf ich einen Joker austauschen, bevor ich selbst ausgelegt habe?

In den meisten Runden nicht: Erst nach dem eigenen ersten Auslegen darf man an den Tisch. Einige Familien sind großzügiger, das ist Absprache.

Darf ein Satz aus zwei Jokern und einer Karte bestehen?

Viele Runden lassen das nicht zu, weil sonst kaum noch klar ist, was die Kombination darstellt. In Café Rummy braucht jede Kombination mindestens so viele echte Karten wie Joker.

Kann man mit einem Joker die Runde beenden?

Traditionell ja, wenn er die letzte Karte ist und abgeworfen wird. In Café Rummy ist genau das die einzige Situation, in der ein Joker abgeworfen werden darf.